Aufrichtige Wissenschaftler

Craig Venter, einer der wichtigsten Protagonisten bei der Entschlüsselung der menschlichen DNA, sagte schon vor Jahren: „Im Rückblick waren unsere damaligen Annahmen über die Funktionsweise des Genoms dermaßen naiv, dass es schon fast peinlich ist.“ („Gesundheit ist kein Zufall“, Peter Spork, 88)

Wissenschaft ist spannend und sehr interessant. Vieles Neue wird entdeckt, was uns in unserem Alltag hilft, aber es ist auch immer positiv, wenn Wissenschaftler so ehrlich und kritisch mit sich selbst umgehen können, dass sie erkennen, das auch ihr Wissen nur Stückwerk ist. Was ich heute nicht verstehe, kann morgen sehr gut erklärt werden.

Eines der besten Beispiele dafür ist die Genetik selbst. Wissenschaftler erforschten das Genom und kamen zu dem Schluss, dass nach damaliger Erkenntnis, 98,5% der DNA sogenannte „Junk-DNA“ oder „Müll-DNA“ sind. 98,5% der DNA wären unnütze DNA. Jetzt erkennt man, auf grund der Epigenetik, dass diese 98,5% zur Regulation der 1,5% DNA da sind. („Gesundheit ist kein Zufall“, Peter Spork, 35)

Sind wir offen für Neues, bleiben wir bescheiden und freuen uns an der aktuellen Erkenntnis, ohne für neue Erkenntnis verschlossen zu sein. Die Welt in der wir leben, ist mehr als ihre einzelnen Bestandteile.

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