Schweinefleisch und der Nordafrikafeldzug unter Kurt Rommel

„Während des zweiten Weltkrieges erkrankten im Nordafrikafeldzug unter Generalfeldmarschall Rommel zunehmend die deutschen Soldaten an der sogenannten ‚tropischen Ulzera‘, d.h. an Geschwüren der Unterschenkel, welche kampfunfähig machten und einen längeren Lazarettaufenthalt sowie eventuell die Verbringung in die gemäßigten Zonen erforderten. Nachdem alle möglichen Behandlungsmethoden, Chemotherapie usw., ohne jeglichen Erfolg geblieben waren, kam man auf die Idee, dass das Auftreten der Beingeschwüre mit der Ernährung zusammenhängen könnte, weil nämlich die lokalen Bewohner keineswegs unter diesen Krankheitserscheinungen litten. Man stellte also die Heeresverpflegung auf die bei der islamischen Urbevölkerung übliche schweinefreie Kost um, womit das gesamte Problem der tropischen Geschwüre schlagartig erledigt war.“ Weiterhin berichtet Dr. Reckeweg über ähnliche Zusammenhänge, die er als praktischer Arzt in der Heimat beobachtete. Wie allgemein bekannt, war die Bevölkerung während der mageren Jahre des Krieges und der ersten Nachkriegszeit, in der es praktisch kein Schweinefleisch gab, allgemeine recht gesund. Viele der bekannten Zivilisationskrankheiten kamen kaum vor: ‚Blinddarmentzündungen, Gallenblasenerkrankungen … Rheuma, Bandscheibenleiden und ähnliche Erkrankungen, ferner Herzinfarkt sowie Arterienverkalkungen und Bluthochdruck waren fast unbekannt geworden.“ Die Verbindung zum Schweinefleischgenuss schien Dr. Reckeweg zunächst fragwürdig. … Dr. Reckeweg wollte es genau wissen. Er besorgte sich einen ganzen Stamm weißer Mäuse … Die mit Schweinefleisch ernährten Mäuse neigten in extremem Maße zu Kannibalismus … außerdem traten an verschiedenen Körperstellen zunehmend Krebsgeschwüre … auf. Die mit normaler Kost ernährten Mäuse hingegen waren von diesen schweren Erkrankungen deutlich weniger befallen; sie zeigten auch praktisch keinen Kannibalismus.

Quelle, INFO VERO, DE 06, Gabriele Pietruska, S. 78ff

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